Naturschutzzentrum Heidelberg
Heidelberg, 25. Mai 2009 Liebe Naturfreundin, lieber Naturfreund,

NABU Gruppe Heidelberg das Naturschutzzentrum Heidelberg des NABU hat sich im Laufe der letzten 10 Jahre zu einer verlässlichen Anlaufstelle bei allen Fragen und konkreten Maßnahmen des Natur- und Umweltschutzes entwickelt - und dies über den Rhein-Neckar-Kreis hinaus.

Eine praxisorientierte Umweltberatung für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Jugendarbeit bilden neben den klassischen Naturschutzaufgaben die Schwerpunkte unserer Arbeit. Naturschutzzentrum Heidelberg

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NABU Gruppe Heidelberg
Schröderstraße 24 (Hinterhaus)
D-69120 Heidelberg-Neuenheim
Telefon: 0 62 21 / 60 07 05
E-Mail: info(at)nabu-heidelberg.de
Internet: http://www.nabu-heidelberg.de

Arbeitskreis Kindergruppen im Sommer 2009

Kinder untersuchen Insekten Sommer....die Wiese ist zum Dschungel geworden. Überall wuchert es kreuz und quer durcheinander und hinter jedem Grashalm lauern gefräßige Tiere. Da teilt eine Forschergruppe das dichte Grün. Die Nase dicht über dem Boden, die Becherlupe fest in der Hand gehen die Kinder auf die Suche nach den spannenden Tieren der Wiese. Was da alles hüpft und krabbelt, brummt und summt. Es gibt eine Menge zu entdecken!

Ab dem 10.06. startet die Sommersaison der Kindergruppen. Derzeit bieten wir Kindergruppen in Kirchheim, Ziegelhausen und Wieblingen an. Die aktuellen Treffpunkte und Termine für Kindergarten- und Grundschul-Kinder finden Sie unter http://www.nabu-heidelberg.de/ak-kindergruppen.html. Neueinsteiger sind herzlich willkommen!

Ronja Räubertochter trifft Robin Hood Ein tolles Angebot für Kinder in den Sommerferien ist die NABU-Kinderfreizeit "Ronja Räubertochter trifft Robin Hood"! Der Wald birgt viele Geheimnisse! Auf der Waldfreizeit des NABU vom 24. bis 28.08.2009 werden die Kinder gemeinsam mit dem Förster den Wald näher kennen lernen, spannende Wald-Erlebnistouren unternehmen und Bekanntschaft schließen mit den Waldtieren. Wer löst wohl am schnellsten die kniffligen Aufgaben der Wald- und Wiesen-Olympiade? Auf dem Wolfspfad entdecken die Kinder den nächtlichen Wald und werden anschließend vom weithin leuchtenden Lagerfeuer in Empfang genommen. Ein Wald-Abenteuer wartet auf alle Teilnehmer! Die Freizeit findet statt in der Tairnbacher Hütte bei Mühlhausen im Kraichgau. Sie ist geeignet für Kinder im Alter zwischen 7 und 11 Jahren. Die Kosten belaufen sich auf 200 EUR und beinhalten die Anreise mit der Bahn ab Heidelberg Hbf, die komplette Verpflegung, die Zeltplatzgebühren und die Betreuung von Ort. Mitgliedschaft im NABU ist keine Voraussetzung für die Teilnahme. Die Freizeit ist lang genug, um viele tolle Erlebnisse zu bieten und kurz genug, dass kein Heimweh aufkommt! Anmeldung unter Tel. 06224/901-117 oder per Mail an NABU_RNO(at)onlinehome.de.

Spannende Wasser-Experimente für Kinder und jede Menge Information für alle bietet der Info-Stand des NABU am "Aktionstag Lebendiger Neckar" am 21. Juni. Der Stand befindet sich innerhalb des Angebots von "Natürlich Heidelberg (Forstamt)" unter den Bäumen entlang der Uferstaße auf Höhe der Bleichstraße (zwischen DLRG und Theodor-Heuss-Brücke). Wir brauchen noch dringend Unterstützung bei der Stand-Betreuung. Wer hat Zeit und Lust, für zwei Stunden das Info-Team zu verstärken? Auch unerfahrene Helfer sind willkommen, es ist immer erfahrene Hilfe da! Bitte melden Sie sich unter info(at)nabu-heidelberg.de.

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Aktuelles vom Arbeitskreis NABU-Garten

Frühjahrskurs: "Abenteuer Naturgarten"

Kinder von vier bis sieben Jahren säten und pflanzten ökologisch Blumen und Gemüse. Sie erforschten die Lebensweise der Wühlmäuse, Schnecken und Bodentiere und entdeckten die Steine als Schätze der Erde. Der Kurs geht nun dem Ende zu. Kinder beim Gärtnern

Abenteuer Naturgarten

Naturgartenforscher aufgepasst: Auf "Naturgarten-Abenteuer" geht es ab 1. Juni 2009 und für Kinder von vier bis sieben Jahren. Die Kinder gestalten den Naturgarten und Gärtnern ökologisch. Sie pflanzen Wildstauden und Gemüse in Mischkultur an, ernten Obst und Kräuter und verarbeiten die Früchte des Gartens. Mit der Lupe gehen sie auf Jagd nach Tieren im Garten. Aus Kräutern-, Duft- und Heilpflanzen zaubern sie Tee, Öle und Fußbäder.

In den Pfingstferien: "Leben wie die Indianer"

Vom 02.-05. Juni 2009 können Kinder von sechs bis acht Jahren beim Naturschutzbund "wie die Indianer leben". Sie errichten ein Camp, verkleiden sich als Indianer, bauen Gemüse in Mischkultur an, verarbeiten Kräuter –wie ein Medizinmann– und stellen aus den Früchten des Gartens einfache Gerichte her.

In den Sommerferien: "Expedition Naturgarten"

Vom 07. bis 11. September 2009 werden Kinder von sechs bis sieben Jahren zu Forschern. Sie schlagen ihr Lager auf, suchen wie Geologen nach verborgenen Schätzen der Erde und entdecken wie Hydrologen die Unterwasserwelt. Wie Biologen erkunden sie den Wildpflanzendschungel, die Insekten, Schmetterlinge und Eidechsen. Sie wenden wissenschaftliche Untersuchungsmethoden an, archivieren ihre Entdeckungen und verarbeiten Früchte des Gartens.

Weitere Information zu den Kindergruppen und Anmeldung unter 0 62 21/86 40 68 oder beim Naturschutzzentrum Heidelberg, Telefon 0 62 21 / 60 07 05.

Verleihung des Umweltpreises 2009

Verleihung des Umweltpreises 2009

Mit dem Projekt "Abenteuer Naturgarten" hat sich der Arbeitskreis Garten 2009 für den Umweltpreis der Stadt Heidelberg beworben. Der Umweltpreis wurde zum Thema Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Durch das Projekt "Abenteuer Naturgarten" gestalten Kinder den NABU-Garten in Handschuhsheim zum Natur- und Biogarten um. Für die Teilnahme an der Bewerbung zum Umweltpreis bekam der Arbeitskreis eine Urkunde. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen – dieses Mal von Oberbürgermeister Würzner im Vereinsheim in Ziegelhausen Peterstal.

Teilgenommen haben 15 Vereine, Verbände, Schulen und Firmen. Ausgezeichnet wurden 5 Heidelberger Einrichtungen, Initiativen und Firmen. Für den ökologischen Bau des Sportvereins gewann der DJK/FC Ziegelhausen den 1. Preis. Ebenfalls den 1- Preis hat der Heidelberger Partnerschaftskaffee gewonnen, der Kaffee zu fairen Preisen bei den Kleinbauern in Mittelamerika einkauft und in Heidelberg verkauft. Den zweiten Preis gewannen Heidelberg Cement mit dem Projekt Kis-Kooperation Industrie und Schule und der Abwasserzweckverband mit einer neuen ökologsichen Prozessabwasserbehandlungsanlage. Der dritte Preis ging an die Gärtnerei Wildwuchs, die ökologisch Obst und Gemüse anbaut, Hühner und Bienen hält und ihre Produkte an Studenten "für 'n Appel und 'n Ei" verkauft.

Kinder am Teich

Teilnahme am SAPlings-Tag

Mitarbeiter der Firma SAP in Walldorf haben am SAPlings-Tag unter Anleitung von Aktiven des Arbeitskreises Garten den NABU-Garten weiter umgestaltet. Am SAPlings-Tag stellen SAP-Mitarbeiter ihre Arbeitskraft sozialen und kulturellen Einrichtungen zur Verfügung. Sieben SAP-Mitarbeiter waren im NABU-Garten fleißig am Werk und das, was dabei herauskam, kann sich sehen lassen. So wurde der Hauptweg aus Sandsteinen weiter fortgesetzt, zwei neu gebaute Schautafeln aufgestellt und das Holz der Lehmhütte und des Geräteschuppens gestrichen.

Migranten-Tandem

Der Arbeitskreis Garten macht beim neuen Projekt "Migranten-Tandem" der Freiwilligenbörse mit. Im Deutsch-Kurs werden Migranten darauf angesprochen, ihre Deutschkenntnisse durch ehrenamtliche Mitarbeit in Vereinen zu verbessern.

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Neues vom Arbeitskreis Büro

Das Team vom Arbeitskreis Büro Der Trend einer Zunahme der Umweltberatungen um 25 % im letzten Jahr scheint weiter anzuhalten. Wir werden nun als Experten wahrgenommen, auf deren Aussage gezählt wird. Das Naturschutzzentrum erfährt dieses Frühjahr regen Kundenverkehr. Nistkästen wurden inzwischen zu unserem Hauptgeschäftsfeld.

Wir konnten einen neuen 1 €-Jobber gewinnen, Markus Hartmann. Er begann seine Tätigkeit innerhalb des NABU am 27.04.09. Wie es den Anschein macht, stellt er sich ganz gut an. Wir rechnen nun damit, dass wir mit ihm recht erfolgreich zusammenarbeiten können.

Erfreulich ist auch die Rückkehr von Dagmar Fechter ins Büroteam. Sie gehörte diesem früher an, musste sich aber aus privaten Gründen zurückziehen. Nun steht sie dem Team als Vertreterin zur Verfügung. Die Kassengeschäfte werden durch Christiane Dürr sehr zuverlässig betreut. Auch wenn nicht alle Namen genannt werden können, kann sich Andreas Brauneisen auf ein richtig gut und zuverlässig arbeitendes Team stützen.

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17.05.2009 Ackerrandstreifen und  Feldlerche - Exkursion mit Volker Violet

Feldlerche In Sinsheim tönen die Fußball-Fans, über dem Pleikartsförster Hof jubiliert die Feldlerche! Als Bodenbrüter in freier Flur steht der kleine Vogel seit Jahren in der Roten Liste der bedrohten Arten. Vor den Toren Heidelbergs ist es umsichtigen Menschen gelungen, neben Ackerbau natürliche Lebensräume für die Feldlerche, viele Kleinsäuger und Wildpflanzen zu bewahren.

Auf seiner Sonntagsexkursion am 17. Mai 2009 verlieh Volker Violet der Forderung des NABU Nachdruck, das Fluggelände in Grünland, Getreidefelder oder strukturreiche, naturnahe Landschaft umzuwandeln. Das Gebiet um den Weiler ist als Frischluft-Schneise für ein gutes Klima im Heidelberger Stadtzentrum unverzichtbar, bietet sich daher als idealer Standort zur Erhaltung der Artenvielfalt an. Gleichzeitig wäre Heidelberg um ein reizvolles, stadtnahes Erholungsgebiet reicher. Der Blick reicht hier vom Schriesheimer Ölberg, über Heiligenberg und Königstuhl bis zu den Ausläufern des Odenwaldes Richtung Kraichgau. Auf dem gelben Turm der Stadtwerke, der sich vom Neuenheimer Feld erhebt, brütet ein Wanderfalke  - Volker Violet lässt nichts aus! Nach seiner Begrüßung übernimmt der Sperling tschilpend das Wort, die Gartengrasmücke schwätzt mit kehligen Lauten dazwischen.

Marktgemeinschaft Kraichgau Korn Erster botanischer Blickfang in diesem "Lebensraum Garten" ist die Zaunrübe. An einer Mauer sucht sie mit ihren langen Fäden Halt, die sie spiralförmig zusammen ziehen kann, um neue Triebe zu verankern. Das Zimbel-Kraut leistet ihr Gesellschaft. Am Feld gegenüber verkündet ein Schild: "Das Original! Kraichgau-Korn - garantiert nicht gespritzt!" Hier wächst Getreide einer Marktgemeinschaft von Bauern, die ausgesuchte Getreidesorten naturbelassen anbauen.

Am Pleikartsförster Hof wird ein weiteres Umweltprogramm umgesetzt: Zum Schutz von Pflanzen und Tieren bleiben Ackerrandstreifen unbebaut, für Bereitstellung der Flächen und Nutzungsausfall erhalten die Landwirte eine finanzielle Entschädigung. Viele Tiere, wie auch die Feldlerche, finden hier Zuflucht vor Landmaschinen, Dünger und Spritzmittel. Gemäht werden die Feldrandstreifen erst nach Flüggewerden der Jungvögel.

Ein kleiner gelber Piepmatz, der Girlitz, erhebt seine hohe, etwas quietschende Stimme zum Gesang - ein typischer Vertreter der "Wärmeinsel Rheinebene". Eine "hassende" Rabenkrähe attackiert immer wieder den um Vieles größeren Mäusebussard, der sich nur ganz allmählich von seiner Flugbahn abdrängen lässt - ein schönes Schauspiel. Auf dem Dachfirst einer Scheune sitzt der größte Vertreter der Wildtauben - die Ringeltaube. Typisch sind ihre weißen Flügelränder und metallisch leuchtende Halsfedern mit seitlich weißen Flecken. Ein Turmfalke, erkennbar an den spitz zulaufenden Flügeln und langem Stoß, fliegt vorüber, Mehlschwalben segeln durch die Luft. Hinter den Häusern steigt flatternd und trillernd die erste Feldlerche Richtung Firmament empor. Ihr Lied ist Minuten lang ununterbrochen zu hören, dann stürzt sie sich mit angelegten Flügeln herab. Wieder am Boden ist der kleine erdfarbene Vogel kaum auszumachen. Von ähnlich unscheinbaren Artgenossen unterscheidet sich die Feldlerche durch weiße Ränder an den Schwanzfedern.

Distelfalter Neben einigen Kohlweißlingen schwirren auffallend viele Distelfalter um die Blüten am Wegrand. Wanderfalter sind es, die jedes Jahr aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika bei uns eintrudeln und deren Nachkommen im Herbst wieder zurück ziehen. Ein Grünfink trällert sein Lied in verschiedenen Variationen. Weitere Feldlerchen stimmen mit ein, es gibt mehrere Brutpaare um den Pleikartsförster Hof.

Aus den Ackerrandstreifen leuchten vielerlei bunte Blüten: Weiße Margeriten- und Hederich-Blüten, gelber Wiesen-Pippau und Hornklee, blauer Wiesen-Salbei, der Rot-Klee und die Saat-Wicke. Die echte Kamille, die den Wegrand säumt, wölbt bereits ihren Blütenboden nach oben - ein sicheres Erkennungsmerkmal, während die Geruchlose Kamille erst das üppige Kraut entfaltet. Der zwittrige Wiesenknopf fasziniert durch seine besonderen Blütenformen, in der Sonne schimmern silbrig die wolligen Blattunterseiten der Acker-Kratzdistel. Holunderbüsche stehen in voller Blüte. Am Haus sollen sie, so die Überlieferung - die Bewohner vor Hexerei, Feuer, Blitzschlag und anderem Unheil schützen. Ihre Blütendolden lassen sich zu vielerlei Leckereien verarbeiten. Hoch wogt schon das Getreide im Wind, eine gute Gelegenheit, Schulwissen aufzufrischen: Der Fruchtstand der Gerste hat lange Grannen, Roggen hat kurze Grannen. Eine Gruppe von zartem, violetten Erdrauch steht am Wegrand, eine Pionierpflanze, die schnell unbewachsene Flächen besiedelt. Erste Mohnblüten haben frühzeitg ihre Blätter entknittert.

Exkursionsteilnehmer Am Ende des Rundgangs weist Volker Violet noch auf den großen Gräser-Reichtum hin, der meist unbeachtet bleibt. Von wirtschaftlicher Bedeutung ist der Glatthafer, ein ertragreiches Mähgras zur Heugewinnung. Eine interessante, umfassende Führung - botanisch, ornithologisch, ökologisch, politisch.

P.S.: TSG 1899 Hoffenheim hat gerade gegen die bayerische Nationalelf ein Unentschieden erreicht, gegen die Feldlerche hat sie in Heidelberg verloren.

c.z.

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03.05.2009 Exkursion durch das Handschuhsheimer Feld

Asiatische Marienkäfer Am Sonntag, den 3. Mai fand unser kleiner Spaziergang durch das Handschuhsheimer Feld statt. Dieser diente dazu, das Auge für unsere streng geschützten Arten zu schulen.

Wir waren gut ausgerüstet mit unserer Schmetterlingsexpertin Jutta Bastian, unserem Botaniker Volker Violet und unserem Ornithologen Michael Braun. Cindy Weidner und Sandra Panienka vertraten den AK Amphibien und Reptilien.

Bereits auf unserem ersten Stopp, einer kleinen Deponie am Klausenpfad, gab es zahlreiche Insekten zu bewundern. Hier tummelten sich die Raupe der Satelliteule, der Ampferspanner und neben Feuer- und Ritterwanze auch ein Trauerrosenkäferpaar. Besonders erfreulich war der Fund eines Siebenpunktmarienkäfers. Unsere schönen einheimischen Marienkäfer werden nämlich leider durch die asiatischen Exemplare zunehmend verdrängt.

Heidespanner Auf einem Grundstück hinter der Deponie flatterten Heidespanner und Aurorafalter, während im PH Garten die Frösche fleißig um die Wette quakten und einige Teichmolche ihre Kreise im Teich zogen.

Auf dem Weg durch das Handschuhsheimer Feld begleiteten uns Nachtigall und Hausrotschwanz mit ihrem Gesang. In einigen Bäumen fanden wir die Bohrlöcher von holzbewohnenden Käfern. Unser besonderes Augenmerk galt hierbei dem Körnerbock, von dem wir in Zukunft hoffen, dass wir ihn in den Bäumen des Handschuhsheimer Feldes besser erfassen werden.

Nur die Reptilien ließen sich an diesem Tag nicht blicken.

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26.04.2009 Vogelstimmenexkursion für Einsteiger in den Schwetzinger Schlosspark

Hausrotschwanz Auf Einladung des NABU Heidelberg führte die begeisterte Vogelkundlerin Nicole Debon am 26. April im Schwetzinger Schlosspark drei Stunden in die heimische Vogelwelt ein. Am sonnigen Sonntagmorgen hatten sich kurz vor 9 Uhr knapp 40 Vogelfreunde versammelt. Auch die Piepmätze waren in großer Artenvielfalt vertreten.

Zur Begrüßung sang die Amsel ihre melodische Weise, der Hausrotschwanz stimmte trillernd mit ein und ließ nach kurzer Pause seine typischen Presslaute hören. Interessanterweise war es ein Weibchen, was eine Ausnahme in der heimischen Avifauna darstellt, ist doch das Singen zur Partnerbindung und Revierverteidigung eher "Männersache". Die Teilnehmer lernten, dass sich Amseln auf dem Boden hüpfend fort bewegen, während Stare vornehm schreiten.

Bald richteten sich die Ferngläser auf das hübsche Gefieder eines Buchfinken-Männchens. Aus hohem Geäst schmetterte er seine Tonkaskade, der die Menschen zahlreiche Texte angedichtet haben. Aus der Finken-Familie meldeten sich noch Grünfink und Girlitz zu Wort. Zwei Wachholderdrosseln pickten auf einer Rasenfläche nach Leckerbissen; auch die Singdrossel, die ihre kurzen Motive mehrmals wiederholt, ließ sich sehen.

Das allen bekannte Tschilp, Tschilp des Haussperlings war zu hören, das Zizibe der Kohlmeise in verschiedenen Variationen und das Wiiiht, Wiiiht, Wiiiht des Kleibers. Auch die beachtlich kräftige Stimme des kleinen Zaunkönigs, der wie ein Mäuschen durchs Unterholz huschen kann, tönte durch den Park.

Wacholderdrosseln Vögel, die sich in den frisch belaubten Bäumen versteckt hielten, konnten im Bestimmungsbuch betrachtet werden. Während über uns lautlos Storch, Mäusebussard und Graureiher kreisten und Rabenkrähen, Stare und Halsbandsittiche umher flatterten, tummelten sich auf dem Teich Stockenten, Blässhühner und die eingebürgerten Arten Kanadagans und Nilgans - letztere mit ihren 12 Jungen.

Als Höhepunkt zeigten sich - erst nach dem offiziellen Ende der Exkursion - Sommergoldhähnchen und Trauerschnäpper. Das Sommergoldhähnchen ließ sich durch Tonbandlaute seiner Artgenossen fantastisch nahe heran locken und flog immer wieder aggressiv in Richtung Lautsprecher. Es veranschaulichte eindrucksvoll die Funktion des Gesanges - in diesem Fall die Revier-Verteidigung. Insgesamt waren Rufe und Gesänge oder "persönliche Auftritte" von über 20 gefiederten Freunden zu vernehmen. Die Vogelstimmen-Exkursion für Einsteiger war in jeder Hinsicht ein großer Erfolg.

c.z.

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19.04.2009 Gullyreinigung 2009

Junger Wasserfrosch in der Falle Am 19. April war es wieder soweit: Freiwillige Helfer des NABU Heidelberg hingen kopfüber in den Gullys am Physikteich (INF 308); um Herbstlaub und Schlamm des vergangenen Jahres herauszuholen.

Nachdem die Reinigung wegen schlechten Wetters vom Freitag auf den Sonntag verschoben werden musste, waren wir nur zu dritt am Schaffen.

Innerhalb von 75 Minuten reinigten wir die 21 Gullys und vier großen Lichtschächte. Ein kleiner Grünfrosch wurde aus dem Abfluss am Treppenabgang neben der Physik befreit. Ansonsten hatten sich noch keine jungen Grünfrösche in den Gullys eingefunden.

Den Helfern Rudolf Braun und Marcus Schrenk sei noch einmal gedankt.

Bilder von 2007 können in der NABU Heidelberg Galeria bestaunt werden.